Poetflakes

WG: wie wär’s zum Frühstück
… mal mit Poetflakes?
Mögen sie munden 🙂
Poetry-Slam … Poetry-Slices … Poetflakes …
Durch das Jahr poetosofiert …
… von und mit „little Poetric“ (Wolfgang)

1.) Der Gedichtehasser

Eigentlich hasse ich ja Gedichte, welch Graus,
ehrlich, wirklich aus tiefstem Herzen heraus,
weder Roman noch Vers, ich les‘ nicht gern,
glaubt mir doch, viel lieber sehe ich Fern!
nur manchmal ertapp‘ ich mich beim Lesen,
von speziellem, unartigem Wesen
ganz wenig, so wie sie in Büchern stehn,
mehr vom Weg auf gelesen, da gesehn,
von dem ich wissen will was darin steht,
gierig versteh’n warum um was es geht,
Gehörtes, das sich wiederholt einprägt,
welches sich willig frei komisch zuträgt,
Manches würd‘ sich gern vor mir verstecken,
dann tu‘ ich es doch erst recht entdecken,
ich finde täglich vieles, manches mich,
bin gierig, Neuem nicht widerstehlich!
oder…
offensichtlich oberflächlich,
unman(n)ierlich widersprüchlich,
unverzeihlich wohlvergnüglich,
bedächtich liederlich,
unverbindlich zuversichtlich …

2.) … verdichtete Augenblicke

ein paar wenige,
einige unvergesslich,
die schönsten,
immer zu kurz,
manche peinlich,
andere dramatisch,
diverse erst im letzten,
gewisse immer wieder,
genießen,
von einem zum nächsten …
Ach könnten wir nur
einige verdichtete Augenblicke,
vor dem stetig rollenden Rad der Zeit
in Sicherheit zu bringen.

3.) Little Poetric … der kleine Poet,
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Little Poetric, der kleine Poet,
er dichtet bis die Post abgeht,
bisweilen früh, mitunter spät,
hier fabuliert und da erzählt,
hat er ein Thema erst erspäht,
vorweg zuerst die Worte säät,
bevor er dann die Sätze mäht,
und diese flugs zu Versen näht,
artig so seine Gedanken verrät,
bis endlich deren Fluss ausgeht,
und die Grübeleien sind verweht,
damit er die Welt wieder versteht.

4.) … die 3 Worte [making of]
… Sanduhr Dämmerung Mächte …

hab‘ mich nicht geziert,
den Sand dekliniert,
die Uhr nummeriert,
Dämmerung radiert,
mächtig konzentriert,
alles aus tariert,
heftig transpiriert,
Muse hat vibriert,
doch mich ignoriert,
und nicht inspiriert,
bin nun frustriert,
und handikappiert.

Sand in der Uhr
(Mächtedämmerung)

Die Sanduhr wird auch Stundenglas genannt,
wobei die Eieruhr Minuten nur umspannt,
unschätzbar, wieviel Sand einem noch bleibt im Glas,
dem armen dem sie abgelaufen, beißt ins Gras,
wird sie von jemand jedoch umgedreht,
alles wieder neu von vorne abgeht.
Und wer nannte die Dämmerung blos weiblich,
so schwer ist sie doch nicht beschreiblich,
die des Morgens soll ferner zum Grauen sein,
und die des Abends bricht überdies noch ein.
Wagner schuf sie zum Untergang der Götter,
nur ein Phänomen, behaupten die Spötter.
Vom Aufstieg oder Fall gar großer Mächte,
da träumten schon manche etliche Nächte,
dort wo uns Böse im Finstern umgeben,
da möchte wohl niemand so gerne leben,
die höheren Super beherrschen das Spiel,
ob nur bieder und Zeitvertreib ist ihr Ziel?

… als 11chen
Sand
im Glas
von mächtigen Uhren
stetig laufen sie ab
Mächtedämmerung

…als Haiku
Mächtedämmerung
Einfluss versandet
wiederholte Zeitzeichen

5.) … nur Worte?
(Ob wir ihnen gute Freunde sind?)

Benutze wir doch Worte,
die wie Türen zu knallen.
Genießen vollmundig liederliche Worte.
Verlieren so oft Worte,
auf Kosten des Schweigens.
Vergessen dabei,
auch Punkte und Kommas zu erwähnen.
Schmeißen mit Gedanken-Strichen um uns,
als gäbe es sie im Überfluß.
Und versuchen immer wieder,
sie selbst noch hinter Ohren zu diktieren.
Ohrwürmer, Melodien und Gedanken,
wie Wortblitze und Gewitter im Gehirn,
im Rhythmus der prasselnden Worte.
Und wohin mit den Worten,
die uns nicht mehr brauchen?
Ob Die uns das je Verzeihen werden?

6.) Kollegen

Guten Morgen, Ihr lieben Kommawetzer,
Ihr, meine Lieblings-Punktesetzer,
was ist geschehn mit dem Zerfetzer,
wer macht für mich den Übersetzer,
ich glaube nicht sie sind nur Schwätzer,
jemand entpuppt sich hier zum Hetzer,
vielleicht paktiert er mit dem Ketzer.
oder sollt’s hier geben etwa Petzer,
sorry bitte, das war ein Aussetzer.

7.) herzlichen Dank für’s Anmichdenken,

würd‘ Euch gern ein Lächeln schenken,
drollig wie uns manche Wege lenken,
Ihr wollt wissen wie’s mir geht,
wohin das Leben mich hat geweht?
Auch mein Denken sich nun dreht,
wie wohl es grade um Euch steht?
Jugendfrische ach woher,
erst mit 50 ist man wer.
Schönheitspflege gar Diätfür
mich ist das nun zu spät.
Auch mit 50 geht´s zur Sache,
wobei ich nun fröhlich lache!

ich war …
… bedächtig heiter

Da wo von Hoffnung, Zuversicht,
heut‘ noch keine Nachricht spricht,
und Lebensfreude, Lebensmut,
sehr vielen folglich fehlen tut,
wenn schiefe Lage, null Vertrauen,
uns will die Arbeitslust versauen,
sollten wir wieder mehr lachen,
über viele der heutigen Sachen,
die freilich leider erst morgen,
gewesen sind gestrige Sorgen.

www …
Warum wortlos wüten,
wider Wahnsinn warnen,
wessen Wahrheit werben?
Wirtschaftskrise weit weg,
Wracks wenig wert,
Wächter wieder wichtig.

… ein 11chen …
Woher,
weshalb, wieso,
wissen wir warum,
wollen wir was wird?
Wirklich?

8.) zum Thema Kaffe

Was Nicht-Kaffeetrinker wohl nicht die
Bohne interessieren wird …
Anfrage: “Bitte ein Gedicht zu Milchkaffee in der Jumbo-Tasse …“
Antwort: Wieso …
Guter Milchkaffee selbst, ist schon ein Gedicht,
und bringt Dich schnell wieder ins Gleichgewicht,
gar die Jumbo-Tasse verspricht Hochgenuss,
ganz ohne ist die Gefahr des Überfluss,
eigentlich maßvolle Vielschmeckerei,
gesünder als manch andre Leckerei,
sorgt für kannenvolles Wohlbehagen,
und beste Behaglichkeit für den Magen,
manchen ist es nesquickliche Labsal,
stillbarer Sinnenfreude Morgenmahl,
so wird die imposante Tassenfülle,
der Gaumenschwelgerei sinnlich Hülle.
Nach einschlägiger Wissenschaft und
aktuellen Stand der Forschung gilt für
Kaffee:
* regt das Gehirn an
* macht glücklich ( erhöht den Serotoningehalt im Gehirn)
* schmeckt
* schützt von Leber- und Nierenkrebs
* bewahrt die Leber vor den nachteiligen Folgen des Alkohols
(Leberzirrose)
* senkt bei Frauen nach den Wechseljahren
die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um ein Viertel
* verhindert Gallensteine
* senkt die Wahrscheinlichkeit von Parkinson
* senkt die Wahrscheinlichkeit von Diabetes
Typ 2 (Alterszucker)
* senkt die Wahrscheinlichkeit von Schlaganfällen –
insbesondere bei Diabetikern
* schützt gegen Hautkrebs
* ist Flüssigkeit, kein „Flüssigkeitsräuber“

meine Kaffee-Trilogie …
Kaffeeküsse … Genüsse

ein Haiku:…………………
Morgenkaffeeduft,
wie im arabischem Basar,
nippt ein Mensch daran.

ein Elfchen:…………………………
schwarz
ein Kaffee
die letzte Rettung
vor dem Verwelken
trügerisches Wohlbefinden

… schnell noch ein Geduft:
Heiß lockt Kaffeeduft,
zieht er durch die Luft,
und Süchtige ruft,
erquickender Schuft,
kalt ist er verpufft.

9.) … Thema Hilfsfreunde,

Autohirten, Straßenhüter
Geschwindigkeitsjäger,
haben kein Mitleid,
jagen Leistungsträger,
mit Bußgeldbescheid,
werden Fahr-Ankläger,
verschicken Beileid
per Überweisungsträger.

10.) mein Job auf hessisch:

Schpezialisten uff Zeid …
unterschdützen, überbricke
Wenn Sie mal arg Dermine dricke,
helf‘ ich gern‘ Licke überbricke,
damid Brojekde ganz leichd glicke,
mach‘ ich aus Elefande Micke,
unn schdopfe freundlich Wissenslicken,
bis Erfolge uns widder endsicken.

11.) Die Schwaben

Endlich nach vielen harten Stunden,
dabei jeder Menge Fleiß und Schweiß,
ward‘ der dünnste Draht erfunden,
drüben, von den Amis wie man weiss.

Wer könnte dessen Dicke messen,
war ihre Frage im ganzen Land,
an die dort berühmten Adressen,
jenen den Besten MIT an Verstand.

Postwendend kam zurück die Klage,
viel zu dünn sei dieser feine Draht,
dazu sei niemand in der Lage,
zur Sache schweigen war der Rat.

Doch nicht verzagen, England fragen,
wenn es nun um Experten ginge,
alle die Chinesen überragen,
speziell in Fragen kleiner Dinge.

Sieben Wochen später, welch ein Glück,
war das Päckchen wieder heil zurück,
da leider keinen Draht gefunden,
euer Problem damit verschwunden.

Da kommt dem Komitee die kluge Idee,
ob im Falle dieses heiklen Falles,
denn diese Schwaben aus Übersee,
auch wirklich könnten einfach alles?

Einem Volk das berühmt dafür ist,
zu lösen die Probleme dieser Welt,
tüfteln und Erfinden auch aus Mist,
bis Strom wird daraus hergestellt.

Also ab damit ins Schwabenland,
und nachdem es angekommen ist,
hat es ein Azubi in der Hand,
er bringt es schnell zum Spezialist.

„Also, vermessa han en,
solle no a Loch durebora
odr a Gwend druff schneida?“

Alles verstanden?
AZUBI = Auszubildender (früher Lehrling)
oder hochdeutsch:
“Also vermessen habe ich ihn.
Soll ich noch ein Loch durchboren,
oder ein Gewinde darauf schneiden?

12.) der perfekte Tag,

wie ich ihn mag,
Augenaufschlag,
Flügelschlag,
Arbeitsalltag,
Vortrag,
Auftrag,
Handschlag,
Wimpernschlag,
Briefumschlag,
Blitzeinschlag,
Glückstag,
Glockenschlag,
Herzschlag,
Lebetag.
Perfekt:
die vollendete Gegenwart
“ ich habe geliebt „

12a.) Weihnachtspoetosophie
anno 2009

Erste Gedanken
Wann haben wir uns zuletzt gesehn,
wie könnte es Euch gerade gehn?
Wann haben wir uns zuletzt gehört,
und hoffen, das hat nicht gestört!
Was ist nicht seither alles geschehn,
Es wird Zeit, daß wir uns wiedersehn!

Zweite Gedanken
Seid Ihr auch alle noch gesund?
Gab’s für Klagen einen Grund?
Habt Ihr oft und viel gelacht,
oder Euch Gedanken gemacht?

Andere Gedanken
Was uns so alles ist passiert,
ob‘s Euch auch interessiert?
Was haben wir alles erreicht,
was fiel uns nicht so leicht?
Wo haben wir Erfolge erzielt,
wo vielleicht Siege verspielt?

Gedanken der Dankbarkeit
Wir haben gelebt, geliebt und gelacht,
und manchmal auch Unsinn gemacht.
Manche Dinge sind einfach geschehn,
und an manchen mussten wir drehen.

Gedanken zum
Jahreswechsel …

Möge(n) Euch
… manches gelingen,
… vieles Freude bringen,
… das Glück beschenken,
… Eure Schritte weise lenken,

12b.)… lächerliche Gedanken

Ein Lächeln das bedeutet Licht,
verzaubert fröhlich Dein Gesicht,
viel kosten tut es wirklich nicht,
bewirkt es oft ganz neue Sicht,
Empfangende bereichert’s schlicht,
Verschenkende entbehren’s nicht,
nur einen Augenblick veröffentlicht,
doch Erinnerung ewig davon spricht,
Freundlichkeit erhält dazu Gewicht,
unglaublich wirkt’s beim Bösewicht,
angeblich hilft es sogar gegen Gicht,
lässig Ängste, Grenzen es durchbricht
es mehr als Argumente meist besticht,
auch es oft Mut, Ermunterung zuspricht,
von der müden Seele nimmt’s Gewicht,
auch unterdrücken sollt’s jemand nicht,
entsteht es von selber bei der Einsicht,
weist von Gelassenheit, ja Zuversicht,
wer’s dauernd tut, ist nicht ganz dicht,
wer’s niemals tut, der dran zerbricht.

12c. Zugabe

Wie riecht ein schöner Tag?
Doch ja, er müsste duften,
damit man ihn auch riechen kann.
Ab und zu riecht er sehr verführerisch.
Warum riecht Weihnachten nach Weihnachten?
Ist es der Duft von Tannenzweigen,
liegt es am Aroma frisch gebackener Plätzchen?
Wie riecht ein schöner Tag?
Einfach aber unbeschreiblich unvergleichlich?
Oder wie?
Ist es jedesmal ein anderes Aroma-
Potpourri, gar immer ein bestimmtes Bukett?
Was läßt sich in der Erinnerung speichern?
Oder ist es wie ein schöner Tag wirkt …
… durch seine unriechbaren Botenstoffe
(Pheromone), … machen sie euphorisierend,
neugierig, lebendig, rein, … macht er reich und füllt …
( erlebnisreich, hoffnungsvoll, ideenreich,
erfolgreich,wirkungsvoll, …)
Brächte es Vorteile, wenn man schöne Tage riechen könnte?
Würden sie dadurch schöner? Könnte man sie dadurch leichter finden?
Stinken dann schlechte Tage, damit man ihnen ausweichen kann?
Ihr seht ein unerschöpfliches und verwirrendes Thema für mich.
Nicht mal ver-dichtet trau ich mich an das Thema ran …

Liebe Grüße
Wolfgang

 

 

 

 

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